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2024-01 Monatsandacht

Veröffentlicht von armin am 01-01-2024
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Alles geschehe in Liebe - überfordert uns das nicht grenzenlos? Seien wir mal ehrlich, oft sind unsere Motive – auch die der Christen-  eben nicht ganz so rein von Liebe geprägt. Sondern vielleicht von anderen Motiven:

  • von der Erwartung, etwas zurück zu bekommen für das was ich für den anderen tue? Eine Genleistung für meine Güte?
    Wie oft sind wir enttäuscht, wenn andere nicht so auf unsere Zuneigung oder Hilfe reagieren, wie wir das erwartet haben? Was, wenn wenig oder sogar nichts zurück kommt?
  • vom Antrieb, meinen Willen durchzusetzen, vielleicht aus berechtigten Gründen, aber mit den falschen Mitteln? Wenn der Andere nicht funktioniert, wie er soll, muss ich ihn eben solange zurechtstutzen, bis das klappt!  Am Ende habe ich mich dann durchgesetzt, aber der Andere ist vielleicht verletzt und traurig über diese Behandlung.
  • Und die vielen Bettelbriefe an Weihnachten, das wird zu viel. Am Ende spende ich halte doch dem einen oder anderen, damit das Gewissen beruhigt ist. Aber so ein klein wenig trauere ich meinem Geld schon hinterher.

Das sind natürlich nur ein paar kleine Beispiele. Aber kennt Ihr solche oder ähnliche Gedanken nicht auch? Wo bleibt da die Liebe?

Es wird schnell klar: das hat Paulus nicht gemeint. Aber wir sind doch einfach so, was denn nun tun?

Hier hilft uns ein anderer Vers aus einem Brief des Johannes weiter:

„Wir wollen lieben, weil er (Gott) uns zuerst geliebt hat (1. Joh4,19)“.

Gottes Liebe ist anders! Das ist es, was wir uns zuallererst einmal klar machen müssen:

Du bist geliebt! Ich bin geliebt. Und auch mein Gegenüber ist geliebt. Punkt.

Nicht von irgendjemanden, sondern vom Schöpfer dieser Welt. Und weil Gott uns so sehr geliebt hat, ist auch sein Sohn Jesus Christus für unsere Schuld ans Kreuz gegangen.

Das hat Gott getan, ohne eine Gegenleistung von uns zu erwarten, wir dürfen es annehmen und glauben, ohne Vorbedingung, ohne versteckte Vertragsklausel.  

Diese Liebe musst Du Dir erstmal tief sinken lassen – nimm Dir mal eine Minute jetzt.

Und dann bekommst Du eine Ahnung, wie göttliche Liebe aussieht, im Gegensatz zu unserer eigenen doch so oft von eigenen Interessen überdeckten menschlichen Liebe, die ich oben beschrieben habe.

Und jetzt, weil wir uns so sehr von Gott geliebt wissen, können wir nun auch etwas von dieser empfangenen Liebe weiter geben, und „alles in Liebe“ tun. Die Liebe, die wir selber von Gott erleben.

Es bleibt immer noch herausfordernd, aber mit dem Wissen um Gottes Liebe im Rücken fällt es uns vielleicht leichter, echte Liebe zu geben.

Am Besten fangen wir gleich damit an, mit der nächsten Begegnung mit Familie, Nachbarn, beim nächsten Konflikt mit Kollegen, in der nächsten Streß-Situation.

Dann könnten uns im neuen Jahr (und hoffentlich darüber hinaus!) so manche überraschende Begegnungen und unvorhergesehene positive Beziehungen erwarten.

Viele Grüße und ein gutes und von Gott gesegnetes neues Jahr

Stigi

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